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Arbeitszimmer zuhause ist steuerlich absetzbar

Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer können auch dann steuerlich abgesetzt werden, wenn das häusliche Büro nicht den beruflichen Mittelpunkt der gesamten Arbeit darstellt.

Die entscheidende Voraussetzung für die steuerliche Berücksichtigung des häuslichen Arbeitszimmers ist, dass dem Arbeitnehmer kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht.

Im Umkehrschluss bedeutet dies: Gibt es einen Arbeitsplatz, kann das häusliche Büro nicht steuerlich geltend gemacht werden. Dies gilt selbst dann, wenn der Arbeitnehmer mehr als die Hälfte seiner beruflichen Tätigkeit im häuslichen Büro verrichtet.

Arbeitszimmer zuhause

Insbesondere Lehrer und vergleichbare Berufsgruppen, die teilweise von zuhause aus arbeiten (Unterrichtsvorbereitungen, Klausurkorrekturen u. a.) und denen der Arbeitgeber keinen eigenen Arbeitsplatz in der Schule oder im Unternehmen einrichtet und zur Verfügung stellt, sind somit durch diese Regelung in der Lage ihre Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer beim Fiskus steuerlich geltend zu machen.

Schulleitern wird in der Regel der steuerliche Abzug eines häuslichen Arbeitszimmers von der Finanzverwaltung mit dem Hinweis verwehrt, dass sie ein Dienstzimmer im Schulgebäude nutzen können.

Welche Aufwendungen können für ein häusliches Arbeitszimmer beim Finanzamt geltend gemacht werden?

Neben der Miete oder der Gebäudeabschreibung können anteilig Kosten für Schuldzinsen, Gebäudeversicherungen, Grundbesitzabgaben, Energie, Reinigung, Müllentsorgung und auch Renovierungsarbeiten steuerlich in Abzug gebracht werden.

Die Einrichtungsgegenstände des Arbeitszimmers wie Bücherregal, Schreibtisch, Bürostuhl und Büromöbel sind, sofern sie überwiegend zu beruflichen Zwecken genutzt werden, als sogenannte Arbeitsmittel und unabhängig davon steuerlich absetzbar, ob ein häusliches Arbeitszimmer steuerlich anerkannt wird oder nicht.

Es wird empfohlen, die anteiligen Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer in der Steuererklärung in voller Höhe als Werbungskosten geltend zu machen auch wenn die Aufwendungen zukünftig nur bis zu einem bestimmten Höchstbetrag anerkannt werden sollten.