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Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale ELStAM

Für jeden Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin ist es selbstverständlich, dass der Arbeitgeber die Lohnsteuer vom Bruttolohn einbehält und an das Finanzamt abführt. Dazu benötigt der Arbeitgeber jedoch bestimmte Informationen, so genannte Lohnsteuerabzugsmerkmale, wie Steuerklasse, Anzahl der Kinderfreibeträge, Konfession und bestimmte Freibeträge.

Diese Lohnsteuerabzugsmerkmale wurden auf der Lohnsteuerkarte aufgedruckt, einem bereits fünfundachtzig Jahre alten Verfahren, dass nun ausgedient hat. Die zuletzt ausgestellte Lohnsteuerkarte 2010 oder eine danach ausgestellte Erstzbescheinigung 2011 erhalten bis zum Start des elektronischen Verfahrens ihre Gültigkeit.

Die elektronische Lohnsteuerkarte ersetzt ab dem Jahr 2013 in Deutschland die bisherige Lohnsteuerkarte aus Pappe durch ein elektronisches Verfahren, das so genannte ELStAM elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale.

Beim elektronischen Verfahren ELStAM werden sämtliche Lohnsteuerabzugsmerkmale in einer Datenbank der Finanzverwaltung gespeichert und den Arbeitgebern elektronisch bereitgestellt.

Beim neuen elektronischen Verfahren ab 2013 benötigt der Arbeitgeber von seinen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern lediglich deren steuerliche Identifikationsnummer, Geburtsdatum und die Auskunft, ob es sich um das Hauptarbeitsverhältnis oder um eine Nebenbeschäftigung handelt. Unter datenschutzrechtlichen Aspekten ist nur der jeweils aktuelle Arbeitgeber berechtigt, die Lohnsteuerabzugsmerkmale elektronisch von der Finanzverwaltung abzurufen.

Das neue Verfahren ELStAM wird die Kommunikation zwischen Arbeitnehmern, Unternehmen und Finanzverwaltung papierlos und damit wesentlich beschleunigt ermöglichen.

Das Problem der kostenpflichtigen Ersatzlohnsteuerkarten bei Verlust gehört der Vergangenheit an.

Auch die eindeutige Zuständigkeit der Finanzämter für die Änderung der Lohnsteuerabzugsmerkmale, wie unter anderem Steuerklassenwechsel, Eintragung von Kinderfreibeträgen und Berichtigung unrichtiger Lohnsteuerabzugsmerkmale wird den Bürgern den Weg zur Gemeindeverwaltung ersparen.

Die Bürgerbüros der Städte und Gemeinden sind jedoch weiterhin zuständig für Anschriftenänderungen und standesamtliche Veränderungen.