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Kurzpraktikum – Girls´ Day und Boys´ Day

Girls´ Day und Boys´ Day sind ein jährlich stattfindender Aktionstag, an dem Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 die Möglichkeit nutzen können, die Berufswelt über ein Kurzpraktikum kennen zu lernen.

Der zuerst entstandene Girls´ Day als Gemeinschaftsprojekt der Bundesregierung, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände, verfolgt bis heute überwiegend das Ziel, den Mädchen vor oder während der eigentlichen Berufsorientierung die Chance zu geben, typische Männerberufe in den unterschiedlichsten Branchen kennenzulernen.

Mädchen können durch den Girls´ Day motiviert werden, die Vielfalt ihrer individuellen Begabungen besser zu erkennen und frühzeitig für ihre Berufsorientierung zu nutzen. Dies geschieht durch die Erweiterung des für sie geeigneten Berufsspektrums über die sogenannten Frauenberufe hinaus, denn bis heute arbeiten nur wenige Frauen in von Männern dominierten handwerklichen, technischen oder naturwissenschaftlichen Berufen.

So sollen die Kfz-Mechatronikerin, Elektrotechnikerin, Metallbauerin, Softwareentwicklerin, Heizungs- und Lüftungsanlagenmechanikerin und Windkraftanlagentechnikerin keine Exoten in der jeweiligen Branche sein.

Ähnlich ist es bei den Jungen. Schnell wurde erkannt, dass auch eine Jungenförderung als Ergänzung zum Girls´Day notwendig ist, um die Geschlechterdiskussion überhaupt kompetent führen zu können, denn bereits heute dominieren die weiblichen Abiturjahrgänge deutlich.

In den Universitäten werden die Studienfächer Medizin, Pädagogik, Psychologie und Anglistik überwiegend von Studentinnen belegt.

Der Boys´Day soll Jungen gerade in den Berufen des Gesundheits- und Sozialwesens, in denen Männer mit einem geringen Anteil vertreten sind, zukünftig eine höhere Präsenz verschaffen. So kann der Boys´Day dazu beitragen, den Jungen unter anderem die Berufe des Medizinisch- u. Pharmazeutisch- technischen Assistenten, des Physiotherapeuten, des Grundschullehrers, des Erziehers oder des Mediengestalters näher zu bringen.