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Solaranlage – thermische Solaranlage

Die thermische Solaranlage nutzt die kostenlose Energie des Sonnenlichts zur umweltfreundlichen Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung. Da die vorhandenen fossilen Energieressourcen Erdöl und Erdgas immer knapper und die Energiepreise langfristig steigen werden, ist eines der Ziele von Solaranlagen die nachhaltige Senkung von Energiekosten bei gleichzeitig optimaler Energienutzung.

Die Höhe der Investition in eine thermische Solaranlage wird hauptsächlich durch den Warmwasserverbrauch des Haushalts oder des Unternehmens bestimmt. Zudem sollte auf die Verwendung qualitativ hochwertiger Produkte und sorgfältiger Montage geachtet werden, da die Beseitigung von Störungen oder auftretender Undichtigkeiten im Solarkreislauf, die sonst sehr geringen Wartungskosten einer Solaranlage unnötig ansteigen lassen. Die Investition in  eine Solaranlage wird durch das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gefördert.

Es sind verschiedene Bauarten von Sonnenkollektoren entwickelt worden, die sich in ihrer Effektivität und natürlich auch im Preis unterscheiden. Inzwischen sind sämtliche Kollektorbauarten durch Massenproduktion preisgünstiger geworden. Der normale Flachkollektor ist in seiner Anschaffung vergleichsweise günstig, jedoch weniger effektiv als ein Vakuumflachkollektor oder Vakuumröhrenkollektor, der durch das sogenannte Thermoskannenprinzip wesentlich weniger Wärmeverluste hat.

In Unternehmen der Industrie können thermische Solaranlagen, bzw. Solarkraftwerke zur Erzeugung von Prozesswärme eingesetzt werden. Auch in kleinen Gewerbebetrieben, zum Beispiel im Friseursalon, kann der Einsatz einer Solaranlage zur Wassererwärmung ein sinnvoller Beitrag zum Umweltschutz und zur Energiekosteneinsparung sein.

Bei der Anlagendimensionierung in einem privaten Haushalt geht man in der Regel von einem durchschnittlichen Warmwasserverbrauch eines 4-Personenhaushalts von 130 Liter/Tag aus. Ein 4-Personenhaushalt würde somit bei einer Dachneigung von 30° mit Südwestausrichtung zur Trinkwassererwärmung mindestens 4,4 qm Vakuumröhrenkollektoren oder mindestens 7,8 qm Flachkollektoren benötigen. Eine grosszügig dimensionierte Anlage ist durchaus in der Lage den Warmwasserbedarf in den Monaten Mai bis September vollständig abzudecken.

Ich selbst betreibe seit einigen Jahren eine 10 qm Vakuumröhrenkollektoranlage bei einer Dachneigung von etwa 30° südwestlich ausgerichtet. Dabei handelt es sich um zwei Heat-Pipe-Kollektoren mit jeweils 30 Vakuumröhren und sogenannter trockener Anbindung.  Vorteil der trockenen Anbindung ist: Bei Defekten können die Röhren einzeln ausgetauscht werden, ohne den Solarkreislauf entleeren zu müssen. Die Solaranlage wird vorrangig zur Brauchwassererwärmung und auch zur Heizungsunterstützung in zwei Haushalten mit insgesamt sechs Personen in Kombination mit einem Holzvergaserkessel betrieben.