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Windkraft – Vorteile und Nachteile der Windenergie

Die Nutzung der Windenergie als klare Nummer eins der erneuerbaren Energien kann sich heute zunehmender Akzeptanz der Bevölkerung in Deutschland erfreuen und das nicht zuletzt seit dem politischen Beschluss zum Atomausstieg.

Durch Windkraftprojeke direkt betroffene Menschen, das sind zumeist die in räumlicher Nähe zu Windkraftanlagen lebenden Anwohner, sowie aus unterschiedlichen Gründen betroffene Interessenvereinigungen der Befürworter und Gegner der Windenergie sehen regelmässig Anlass, die Diskussion um ein Pro und Contra Windkraft wieder aufleben zu lassen. 

Vorteile Windenergie

  • Wind ist eine kostenlose unbegrenzt verfügbare, sich selbst nachhaltig erneuernde Energieform deren Nutzung keine Ressourcen verbraucht und direkt keine Schadstoffe emittiert.
  • Der bereits heute bedeutende Wirtschaftszweig Windenergie wird in Zukunft weiter wachsen und Arbeitsplätze im Produktions- und Dienstleistungsbereich sichern.
  • Windstrom senkt die Emission von Kohlendioxid nachhaltig. Windstrom hat eine positive CO2 – Bilanz, da beim Betrieb von Windkraftanlagen keine weiteren CO2 – Emissionen entstehen.
  • Die Energiebilanz ist positiv. Während der Betriebsdauer der Windenergieanlagen wird wesentlich mehr Energie erzeugt, als für die Herstellung, die Logistik, den Aufbau und die Wartung der Windräder insgesamt aufgewendet werden muss.
  • Strom aus Windkraft ist günstiger als Strom aus konventioneller Erzeugung, wenn die Folgekosten der konventionellen Energieerzeugung mit einbezogen werden. Die nachgelagerten volkswirtschaftlichen Kosten, wie etwa Aufwendungen für Abbau und Entsorgung (Endlagerung) von Windenergieanlagen sind im Gegensatz zu den volkswirtschaftlichen Kosten atomarer Energiegewinnung verschwindend gering.
  • Die Windenergienutzung birgt keine elementaren Gefahren für Mensch und Natur, wie beispielsweise Atomenergie oder Erdöl.

Nachteile Windenergie

  • Die Unstetigkeit des Windes kann ursächlich zu Problemen führen. Windkraftanlagen können nur dann Strom produzieren, wenn tatsächlich ausreichend Wind vorhanden ist. Bei Windflaute ist somit kurzfristig auf andere Energieträger auszuweichen, die kostenintensiv bereitgehalten werden müssen, da nicht immer auf zwischengespeicherten Strom zurückgegriffen werden kann. An warmen und gleichzeitig sehr windigen Tagen im Sommer kann die Windstromproduktion zu Netzüberlastungen durch Überkapazitäten führen.
  • Windenergieanlagen beeinträchtigen das Landschaftsbild, besonders wenn sie grossflächig verstreut aufgebaut werden. Zudem werden zusätzliche Hochspannungsmasten zur Netzanbindung der Windenergieanlagen erforderlich, die wiederum das Landschaftsbild negativ beeinflussen.
  • Im Winter besteht bei ungünstigen Wetterbedingungen in der Nähe von Windkraftanlagen eine erhöhte Unfallgefahr durch die von den Rotorblättern eventuell weggeschleuderten Eisbrocken.
  • Es können Wertverluste von Wohnimmobilien in unmittelbarer Nähe zu Windparks entstehen.
  • Windkraftanlagen können einen unangenehmen Geräuschpegel emittieren.
  • Der Erholungswert von Naturlandschaften kann stark beeinträchtigt werden.
  • Windparks behindern an bestimmten Standorten die Vogelflugrouten. Es kommt immer wieder zu einem tödlichen Vogelschlag.
  • Beim Bau von Offshore Windparks wird durch Rammarbeiten die Trägerkonstruktion der Windkraftanlagen in den Meeresgrund getrieben. Der dadurch entstehende Unterwasserlärm beeinträchtig die Tierwelt. Tiere, die vor den Rammschlägen nicht schnell genug fliehen, können einen Gehörschaden erleiden, der wiederum die Lebensfähigkeit einzelner Individuen und letztendlich auch ganze Populationen in der Tierwelt beeinträchtigen kann.

Fazit

Die Windenergie kann für sich allein gesehen sicherlich nicht die einzige Lösung des Problems der zukünftigen Energieversorgung sein, jedoch wird die Nutzung der Windkraft im Energiemix der Zukunft weltweit eine entscheidende Rolle spielen.