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Windkraft – Windpark – Repowering

Die Zahl der Windkraftanlagen betreibenden Unternehmen in Deutschland hat sich seit Beginn der neunziger Jahre sehr dynamisch entwickelt. So wurden in den Anfangsjahren der Windenergienutzung vornehmlich einzelne Windräder mit nur geringer Leistung installiert. Die durchschnittliche Leistung der Windräder betrug Anfang der neunziger Jahre  lediglich 300 kW und Mitte der neunziger Jahre 500 kW.

Für die Windkraftanlagenbetreiber bestand damals über das Stromeinspeisegesetz, heute über das Erneuerbare-Energien-Gesetz, eine garantierte Abnahme und Vergütung des eingespeisten Stroms. 

Seit Mitte der neunziger Jahre wurden vorwiegend Windparks bestehend aus mehreren Windenergieanlagen mit höherer Leistung gebaut. Die erfolgreiche Realisierung von Bürgerwindparks unter Beteiligung der dort ansässigen Bewohner hat zur Erhöhung der Akzeptanz der Windstromproduktion in der Bevölkerung beigetragen. Seit einiger Zeit beteiligen sich auch institutionelle Investorengruppen und Energieversorgungskonzerne an der Windstromproduktion.

Die durchschnittliche Leistung einer im Jahr 2006 installierten Windkraftanlage betrug etwa 2.000 kW. Heute sind Windkraftanlagen möglich, die eine Leistung von etwa 6.000 kW erreichen und dabei einen Stromjahresertrag von über 12 Millionen kWh erzielen können.

Die zu erwartende Anlagenbetriebsdauer von Windkraftanlagen wird zur Zeit mit durchschnittlich 20 Jahren angenommen.

Da letztendlich die für Windenergieanlagen zur Verfügung stehende Fläche begrenzt ist und die durch die technische Entwicklung ermöglichte Leistungssteigerung der Anlagen deutlich geworden ist, ist das Ziel des Windpark-Repowering einen deutlich höheren Energieertrag bei verringerter Anlagenzahl zu realisieren.

Bei der Ertragsoptimierung durch Repowering werden ältere leistungsschwächere Windkraftanlagen durch neue leistungsstärkere Anlagen ausgetauscht, ohne den Flächenbedarf von Windparks wesentlich zu erhöhen.

Es können Einzelstandorte durch Repowering zu Windparks zusammengelegt und neben der Leistung- und Ertragssteigerung gleichzeitig die Betriebskosten je erzeugter kWh gesenkt werden.